Direkt zum Inhalt springen

Definition Häusliche Gewalt

Wenn Personen in einer bestehenden oder aufgelösten, familiären, ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen, spricht man von häuslicher Gewalt.

Meist beginnt häusliche Gewalt im Kleinen. Mit der Zeit häufen sich die gewalttätigen Vorfälle. Häusliche Gewalt trifft alle sozialen Schichten, unabhängig von Einkommen, gesellschaftlichem Status, Kultur oder Herkunft.

Frauen als Opfer

1997 wurde in einer Nationalfondsstudie erstmals das Ausmass von Gewalt gegen Frauen in Ehe und Partnerschaft untersucht. Die Studie ergab folgende Resultate:

Kinder als Opfer

Sowohl direkte Misshandlung als auch das Miterleben häuslicher Gewalt sind ein Risiko für die kindliche Entwicklung. Über die Hälfte der wiederholt von Gewalt Betroffenen leben mit Kindern zusammen. Neuere Forschungen zeigen deutlich, dass auch Kinder nach häuslicher Gewalt Unterstützung und Beratung brauchen.

Männer als Opfer

Auch Männer können Opfer von häuslicher Gewalt werden. Welches Ausmass die Opferrate unter Männern hat, lässt sich mangels Forschungsergebnissen nicht genau beziffern.

Migrantinnen/Migranten als Opfer

Ausländische Personen sind überdurchschnittlich stark von häuslicher Gewalt betroffen. Aus Angst vor dem Verlust der Aufenthaltsbewilligung scheuen sich viele betroffene Migrantinnen und Migranten, Hilfe zu holen und sich von der gewaltausübenden Person zu trennen.

Zwangsverheiratung

Zwangsverheiratungen und Zwangsehen kommen in weiten Teilen der Welt, in verschiedenen Kulturen und Religionen sowie in verschiedenen Altersgruppen vor. Trotz nationaler und internationaler Verbote sind Millionen von Menschen betroffen. Wenn Sie mit dem Thema Zwangsverheiratung oder Zwangsehe konfrontiert sind, suchen Sie professionelle Beratung.